Loslassen und Kontrolle abgeben mit Prof. Dr. Eva Asselmann
Shownotes
Ich gebs zu: Ich habe ein großes Kontrollbedürfnis. Aber was davon ist gesunde Verantwortung und was davon ist überzogene Kontrolle? In dieser Folge geht es um die gesunde Balance zwischen unserem menschlichen Bedürfnis nach Kontrolle und der Kunst des Loslassens. Gemeinsam mit Prof. Dr. Eva Asselmann beleuchten wir, warum uns das Festhalten oft mehr Kraft kostet, als wir durch Kontrolle und vermeintliche Sicherheit gewinnen. Eva zeigt dir konkrete Übungen, die dir helfen um eine fünfe gerade sein zu lassen und mit denen du dich im stressigen Alltag erden kannst. Du erfährst, wie du gesunde Verantwortung von zwanghaftem Mikromanagement unterscheidest, um deine mentalen Kapazitäten zu schützen und wir sprechen darüber, wie du auch in unsicheren und unkontrollierbaren Zeiten handlungsfähig und stabil bleibst. Wir diskutieren außerdem, warum wir Lücken im Kalender ruhig öfter mal mutig stehen lassen können und wie wir Raum für Gestaltung, innere Freiheit und Flexibilität im Alltag zurückzugewinnen.
Erwähnt:
Folge über inneres Wachstum mit Psychologin Miriam Junge
Mehr über Prof. Dr. Eva Asselmann:
Mehr über mich:
Mein Buch “Mental health matters”
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute Abend, da treffe ich mal die Freundin und ich schaue währenddessen nicht aufs Handy.
00:00:03: Ich versuche mich wirklich mal nur auf das Gespräch, um auf dieses gemütliche Abendessen zu fokussieren.
00:00:09: oder dass ich mir sage, ich mache jetzt dreißig Minuten Fokus-Time – nur diese eine Sache und weg!
00:00:14: Nicht noch die drei anderen Dinge im Hintergrund.
00:00:18: Also so ganz kleine Vorhaben und dann schau' ich mal wie das gelingt So einer gewissen Selbstfürsorge bei sich zu bleiben.
00:00:27: Sich nicht unter Druck zu setzen, wenn es nicht klappt weil wir sind alle nur Menschen.
00:00:30: Wir sind häufig tierisch gestresst unter Druck und es gelingt nicht immer auch mit dem Loslassen Und wir wissen aus der Forschung dass diese Akzeptanz auch von Anspannung von Nicht los lassen können.
00:00:40: das ist eigentlich paradoxerweise die Grundlage ist damit das dann auch gelingt.
00:00:49: Herzlich willkommen im gesunden Arbeiten-Podcast mit deiner Lieblingspsychologin für alle Themen rund um mentale Gesundheit im Job und im Alltag.
00:00:58: Ich bin Eva, schön dass du wieder da bist!
00:01:02: Wenn ich nicht alles halte dann fällt alles auseinander.
00:01:07: Der Modus kommt dir vielleicht bekannt vor mir zumindest kommt er sehr bekannt vor und dahinter steckt natürlich ein ganz großes Kontrollbedürfnis und Kontrolle.
00:01:15: erstmal ist ja ein menschliches Ohrbedürfenes auch irgendwo nachvollziehbar, dass wir sie gerne haben.
00:01:21: Weil Kontrolle gibt uns ja irgendwo auch Orientierung und es gibt einen Slight-Planken.
00:01:26: Und weil ja irgendwie unsere Welt auch gefühlt immer schneller, immer höher, immer weiter, immer voller wird brauchen wir auch ein Stück weit Kontrolle.
00:01:37: Aber manchmal ist Controller ja auch trügerisch, weil sie uns ja irgendwie auch den Eindruck vermittelt dass wir alles beeinflussen könnten indem wir uns nur einfach noch ein bisschen mehr anstrengen und noch diesen und jeden Tipp auch noch befolgen.
00:01:50: Und dann sitzen wir wieder zurück am Steuer.
00:01:52: aber das ist nur zu einem gewissen Grad natürlich so.
00:01:55: Das hast du wahrscheinlich auch schon mal gemerkt, wenn du vielleicht versuchst irgendwas total krampfhaft zu kontrollieren und wirklich alles dafür getan hast, hundert Prozent ausgeschöpft und trotzdem ist dann vielleicht irgendetwas anders gelaufen weil einfach andere Variablen noch mit im Spiel sind ne?
00:02:09: Und was auf jeden Fall für unsere Psyche problematisch wird es wenn wir in dieser Jahr sehr dynamischen und vielleicht auch manchmal unsicheren Welt in der wir sind versuchen immer immer fester zuzugreifen Und uns dabei so fast verkrampfen.
00:02:24: Ich neige da auf jeden Fall manchmal zu, um hier ehrlich zu sein und an dieser Folge habe ich jetzt mit einer ganz tollen Expertin gesprochen und wir reden darüber was uns wirklich Stabilität gibt, dass es nicht unbedingt immer die Kontrolle ist gerade dann wenn wir eben in der Welt sind, die sich vielleicht nicht immer hundert Prozent kontrollieren lässt auch warum loslassen nicht unbedingt bedeutet aufzugeben oder zu resignieren und auch, wie wir es schaffen bei uns zu bleiben.
00:02:53: Wenn eigentlich so außen an alles an einem zieht und jeder was von einem will und man manchmal selber gar nicht mehr so richtig weiß, was will ich eigentlich?
00:03:01: Was macht das mit mir und wie man da besser innehalten kann?
00:03:04: Ich freue mich auf dieses Gespräch und damit stelle ich euch mal meinen heutigen Gast vor!
00:03:09: Prof.
00:03:10: Dr.
00:03:10: Eva Asselmann ist Professorin für Persönlichkeitspsychologie an der HMU Health and Medical University in Potsdam Und in ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Frage, warum denn der Versuch alles unter Kontrolle behalten zu wollen eigentlich oft in Erschöpfung mündet und was Menschen in einer ja immer komplexeren Arbeitswelt eigentlich handlungsfähig hält.
00:03:34: Eva macht ihre Forschung auch in ihren Büchern über psychologische Selbstführungen für andere zugänglich.
00:03:39: Einige ihrer Werke sind zum Beispiel, woran wir wachsen – finde ich ein sehr schöner Titel übrigens!
00:03:44: Easy Relax und auch ganz neu erschienen too much also alles zu viel und genau darüber sprechen wir heute auch.
00:03:53: was können wir tun wenn alles zuviel ist wie genau deshalb vielleicht auch alles kontrollieren wollen aber vielleicht doch besser loslassen sollten?
00:04:00: herzlich willkommen Eva.
00:04:01: schön dass du da bist.
00:04:02: Hallo Eva, ich freue mich sehr über die Einladung.
00:04:07: Im Job und im Alltag haben ja viele Menschen so die Situation, dass sie denken wenn ich jetzt nicht alles im Blick behalte dann entgleitet es mir einfach.
00:04:17: Wenn ich hier nicht alle Strenger weiterziehe, wenn ich das nicht alles organisiert halte, dann könnte mir das alles auseinander falten.
00:04:25: Und da steckt ja für mich ein Stück weit auch gesunde Verantwortung drin.
00:04:29: Das man weiß, okay das ist wichtig dass ich diese Verantwortung trage.
00:04:32: aber eben manchmal kann es auch in so einen übertriebenes Kontrollbedürfnis kippen.
00:04:37: Woran kann ich das unterscheiden?
00:04:39: Ist das Verantwortung, gesunde Verantwortung oder ist das ein übertriebenes Kontroll Bedürfnes was sich hier gerade habe um alles irgendwie festzuhalten
00:04:46: krampfhaft?
00:04:47: Die Grenzen sind natürlich fließen und das macht es auch so schwer das zu erkennen.
00:04:54: Die Frage ist erst mal, was ich eigentlich kontrolliere?
00:04:55: Weil es gibt Dinge da bin ich für verantwortlich.
00:04:58: Da macht es absolut Sinn, dass bis aufs kleinste zu trecken.
00:05:02: Es gibt aber ganz viele die Dinge, die erstmal deutlich wichtiger erscheinen als sie tatsächlich sind.
00:05:06: also dieses unterscheiden können zwischen wirklich wichtig und medium versus redundant.
00:05:12: Das wird immer wichtiger in unserer weit überfluteten Welt.
00:05:16: und dann ist es häufig so, wenn wir versuchen sehr stark zu kontrollieren dass wir sehr stark werden.
00:05:21: Dass wir uns auf Kleinigkeiten fixieren und dadurch das große Ganze aus dem Blick verlieren... ...und Beweglichkeit einbösen.
00:05:29: und gerade die brauchen wir aber in einer Zeit, die gekennzeichnet ist durch rasantem
00:05:33: Wandel.".
00:05:34: Ja.
00:05:35: Und kannst du sagen, woran ich das im Alltag noch mal mehr bemerkend bin?
00:05:39: Du hast jetzt gesagt so ne?
00:05:41: Ich hänge mir vielleicht an Details auf aber gibt es vielleicht auch andere Aspekte wo wir uns vielleicht erschöpftest mich sogar.
00:05:48: Also wissen zu ganz konkrete Anzeichen im Alltag
00:05:53: Im Arbeitsalltag zum Beispiel dass du dich ein E-Mails auffängst der Ewigkeit rumformulierst obwohl das jetzt gar nicht so wichtig ist und dich da in Dingen verlierst Was gleichzeitig bedeutet, dass du wenig Zeit hast für Wesentliches oder neue Dinge, die du eigentlich steuern und mitgestalten könntest.
00:06:12: Und körperlich zeigt sich das häufig durch starken Stress, dass wir also nicht mehr abschalten können.
00:06:19: Dass wir sehr negativ denken uns da festbeißen an der einen E-Mail oder dem einen Meeting oder der eine Kleinigkeit und auch so die Leichtigkeit verlieren.
00:06:28: Das wird zum Beispiel in der Freizeit permanent an die Arbeit denken, dass wir abends nicht einschlafen können weil dieses Loslassen immer schwerer fällt.
00:06:38: Ja ich nehme mal ein Beispiel aus dem Arbeitskontext und zwar vielleicht habe ich eine Person, die ist neu im Team oder die ist vielleicht auch noch nicht so erfahren und ich gebe jetzt ne Aufgabe an die ab und merke jetzt aber trotzdem das sich da dranbleibe, dass ich nachfrage mitdenke Und das ist ja schmaler Grad, weil zum gewissen Grad ist es sicherlich richtig und wichtig.
00:07:02: Weil die Person muss eingearbeitet werden oder sie hat noch nicht so viel Erfahrung.
00:07:06: Aber auf der anderen Seite kann das auch ein bisschen Micromanagement sein.
00:07:12: Kannst du da sagen woran würde ich einen Unterschied bemerken?
00:07:16: Ja gerade am Anfang ist dieses Tracking natürlich irgendwo wichtig.
00:07:22: Jemand, der da aber graduell loslässt würde dieser Person so ein bisschen mehr Freiräume lassen, Stück für Stück.
00:07:30: Also man kann ja erstmal eine Aufgabe immer mitgeben die der erst mal alleine löst und dann wenn da Schwierigkeiten sind oder so kann man immer noch einspringen also stück für stück diese Verantwortlichkeiten erhöhen auch weil man das im Blick behält und da ist falls etwas nicht gelingt Und dann geht es ja gerade im Führungsalltag viel darum, jemand anders eine Kompetenz zu übertragen.
00:07:52: Also zum Beispiel bei einem Text da kann ich entweder Den selber perfekt machen und versuchen demjenigen die Aufgabe schon halb wieder zu entreißen oder ich kann mit dem auf so einer Meta-Ebene darüber sprechen Was schon gut ist was vielleicht immer noch ausbauffähig und dem diese Metakompetenzen mit auf den Weg geben.
00:08:09: also es gibt sehr viele um diese Befähigung dass sich jemand anderen Anleite wie er selbst immer eigenständiger arbeiten kann und das ist für mich so ein, so ein verantwortungsvolles Loslassen.
00:08:22: Ich dachte jetzt gerade bei dem Textbeispiel so... Jetzt zum Beispiel nicht im Dokument direkt Sachen anders schreiben, ne?
00:08:30: Das wäre quasi ein direkter Eingriff.
00:08:32: da mache ich selber sondern zu abstrahieren, zu sagen in diesem Absatz ist die Argumentationslinie für mich jetzt grade noch nicht klar.
00:08:41: überlegt nochmal wie du vielleicht da mehr Klarheit reinbringen kannst.
00:08:44: Ja genau.
00:08:44: Dass
00:08:44: wir auch so eine Metaebene vielleicht
00:08:46: Ja, beziehungsweise man kann natürlich schon das auch beispielhaft mal machen.
00:08:49: Dann ein zwei Absätzen.
00:08:50: gerade am Anfang ist es ja gut wenn man nicht nur Meter hat sondern auch irgendwie ein konkretes Beispiel was euch eigentlich tun.
00:08:57: dann aber versuch genau zu erklären warum habe ich deswegen das geändert?
00:09:01: oder Was sind so diese Hintergründe, damit dieser andere Person versteht lernt und das irgendwann eigenständig umsetzen kann?
00:09:10: Oder auch so E-Mails.
00:09:11: Es geht ja häufig in einem Team auch um eine Außenkommunikation.
00:09:13: Da möchte man sich natürlich nicht blamieren wenn jetzt jemand nach außen die E-mail schreibt und es ist total schräg.
00:09:18: Und da kann man schon jemandem diese Aufgabe übertragen dass er einen vorher die Ema mal zeigt, dass man gemeinsam überlegt wie müsste das denn anders aussehen und diese Person nach und nach die Fähigkeit erwirbt, wie kommuniziere ich denn nach außen?
00:09:33: Wie mache ich das so, dass ein guter Eindruck hinterlässt.
00:09:36: Also jemanden ... ja... wie es auch bei Kindern ist, dass man Stück für Stück jemand auf dem Weg begleitet in die Eigenständigkeit und den notwendigen Kompetenzen mit an die Hand gibt's.
00:09:49: Du plädierst ja in deinem neuen Buch too much, dazu mehr loszulassen.
00:09:57: Gerade weil wir so eine volle, dynamische und komplexe Welt haben tendieren wir hier eigentlich dazu eher noch mehr zu kontrollieren und genauer hinzuschauen.
00:10:07: Und du sagst okay, eigentlich sollte man genau dann eher loslassen.
00:10:11: woran erkenne ich das denn?
00:10:12: Dass sich gerade wirklich Loslasse gehen lasse vielleicht eben nicht in so eine Resignation rutschen.
00:10:20: Das gibt's ja auch, ne?
00:10:21: Jetzt mach ich einfach... jetzt mehr einfach alles egal!
00:10:24: Das ist aber für mich mehr so ein patsiger Resignations als das es wirklich echt des Inneres loslassen ist.
00:10:30: Ja, es geht vor allen Dingen um die Balance.
00:10:33: Das Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannungen, dass sich Dinge mit Drive-Verfolge da wirklich anpacken, also auch Tracker im Detail.
00:10:40: Das ist ja so wenn man ambitioniert, dass man Ziele hat Dass ich aber gleichzeitig auch Phasen schaffe, in denen ich mich erholen kann.
00:10:47: In den ich wieder auftanken kann dass sich bei anderen Dingen weniger verkrampft bin vielleicht auch damit umgehen kann das gewisse Dinge nicht so laufen wie ich.
00:10:54: das möchte mir zum Beispiel am Wochenende Freiräume schaffe wo ich wirklich mal entspanne und nicht an die Arbeit denke Und mir immer wieder auch überlege Wo investiere ich meine Energie?
00:11:07: Und wo darf Ich auch loslassen und abgeben an andere?
00:11:12: Wie gesagt, ganz viel verbunden mit Prios erkennen und setzen.
00:11:17: Ich finde, da ist eigentlich auch ein schöner Marker zu merken.
00:11:20: Woran würde ich das dann merken, dass sich wirklich loslasse?
00:11:22: Also wo ist das spürbar?
00:11:24: wie du gesagt hast am Wochenende kann nicht wirklich mal entspannen.
00:11:26: Das kann man sich natürlich einerseits vornehmen ist die Frage ob es dann wirklich passiert.
00:11:30: oder ich setze eben ich stelle die Weichen dafür in der Woche und merke okay ich konnte wirklich loslassen weil ich am Wochenend jetzt gespürt habe ich hab wirklich meinen ganzen Tag gar nicht an die Arbeit gedacht.
00:11:40: das heißt irgendwas an diesem Loslassen davor wird irgendwie gefruchtet haben muss man wahrscheinlich auch so einen Stück weit beobachten über die Zeit
00:11:47: Genau.
00:11:48: Und da rutschen wir sehr schnell auch wieder in so eine Performance Falle, wenn wir uns das loslassen, dass wir so ne Aufgabe wie so ein Projekt vornehmen und dann merken es klappt nicht, uns noch mehr unter Druck setzen
00:11:57: usw.,
00:11:57: ist ja kontraintuitiv.
00:12:00: Wie beim Einschlafen, wenn du dich total unter Druck setzt, dass du jetzt unbedingt einschlaffen willst!
00:12:05: Ich glaube, das können wir alle, das klappt dann nicht.
00:12:08: Es hilft sehr sich das im Kleinen so liebevoll vorzunehmen.
00:12:12: Dass ich mir zum Beispiel sage, heute Abend da treffe ich mal die Freundin und ich schaue währenddessen nicht aufs Handy.
00:12:17: Ich versuche mich wirklich nur auf das Gespräch, um auf dieses gemütliche Abendessen zu fokussieren.
00:12:23: oder dass ich mir sage, ich mache jetzt dreißig Minuten Fokus-Time nur diese eine Sache und weg nicht noch die drei anderen Dinge im Hintergrund also so ganz kleine Vorhaben.
00:12:35: und dann schau' ich mal wie das gelingt So einer gewissen Selbstfürsorge bei sich zu bleiben.
00:12:41: Sich nicht unter Druck zu setzen, wenn es nicht klappt weil wir sind alle nur Menschen, wir sind häufig tierisch gestresst unter Druck und es gelingt nicht immer auch mit dem Loslassen Und wir wissen aus der Forschung dass diese Akzeptanz auch von Anspannung von Nicht los lassen können.
00:12:53: Das ist eigentlich paradoxerweise die Grundlage ist.
00:12:57: damit das dann auch gelingt
00:12:59: Sprichst du eine ganz wichtige Sache an, das gerade schon zwei Kleinigkeiten genannt.
00:13:02: aus dem Alltag gibt es noch irgendwie andere kleine Loslas-Experimente die du vielleicht sehr angespannten Menschen empfehlen kannst.
00:13:11: Die sehr dazu neigen eben alles kontrollieren und festhalten zu wollen?
00:13:15: Wir sind ja häufig im Außen dass wir sehr über vergangenes Gerübeln was nicht so gelaufen ist wie wir es gebeut hätten oder dass wir uns sehr viele Sorgen machen über Probleme in der Zukunft Und da dürfen wir uns ganz sanft ins hier und jetzt zurückholen, indem wir uns zum Beispiel ganz kurz ground'n.
00:13:33: Also uns überlegen was sind denn drei Dinge die ich gerade sehe?
00:13:37: Zwei Sachen, die ich höre... ...und eine Sache, die spüre auf der Haut
00:13:41: z.B.,
00:13:41: der Stoff oder der Boden unter den Füßen.
00:13:43: das ist so ne ganz leichte
00:13:46: Übung
00:13:47: um sich wieder zurückzuholen.
00:13:48: Und dann hilft es sehr, kurz rauszugehen in die Situation zu verlassen.
00:13:53: Ich kenne dass auch man sitzt irgendwie am Laptop Manchmal kommt das ja sowieso irgendwie eine Weile.
00:14:00: Keine E-Mails ist es ruhig und dann kommt so ein Schwall an Nachrichten mit negativen Dingenproblemen, überall soll man direkt reagieren Und klar kann man da nicht loslassen und ist angespannt.
00:14:09: und er hilft es sehr die Situation kurz zu verlassen Zum Beispiel einmal kurz um den Block gehen oder auch nur ans Fenster treten Ein paar mal tief ein und ausatmen.
00:14:19: Das kann uns erden und dazu beitragen dass wir wieder so eine gewisse Entspannung haben.
00:14:24: mit der wird dann überlegt Handeln und Probleme lösen können.
00:14:30: Ich kann mir vorstellen, dass ein paar Leute sagen, diese Zeit habe ich nicht.
00:14:35: Mein Alltag ist so voll!
00:14:37: Ich kann das nicht in einem Befehlston, das machst du jetzt mal
00:14:42: machen.".
00:14:43: Und da kommt wieder dieser innere Druck ins Spiel.
00:14:46: Dann setzt man sich unter Druck und weiß eigentlich wie geht es für mich nicht?
00:14:49: Es erscheint mir unmöglich.
00:14:52: Wie kann ich diesen Druck rausnehmen, dass ich mit dem auch noch als Aufgabe setze loslassen zu
00:14:57: wollen?".
00:14:58: Das ist dieses ganz klassische.
00:15:00: Ich erlebe das auch in jedem Stressmanagement-Seminar, diejenigen, die am gestresstesten sind, sagen meistens, boah ich habe dafür leider keine Zeit zu viel Stress und dass es genau die guckst.
00:15:10: Wir wissen aus der Forschung, je gestresster wir sind, desto schwerer fällt uns das zu erkennen.
00:15:16: man bräuchte sich dann eine Pause, wann ist mein Akkulär war?
00:15:19: muss ich dem wieder auftanken?
00:15:23: Wir können natürlich versuchen frühzeitig so Phasen einzubauen, so regelmäßige Routinen.
00:15:28: Soll ich zum Beispiel zu sagen, ich gehe jetzt mittagsabends... ...sich z.B.
00:15:33: zu sagen Mittwochs abends nehme ich mir eine halbe Stunde für meinen Sport damit ich gar nicht erst in diese super krass stressige Phase komme?
00:15:43: oder auch dass sich mir das wirklich immer wieder klarmache.
00:15:47: Diese kleine Pause wird langfristig an meine Performance eher erhöhen.
00:15:52: Also es erscheint wie eine Zeitverschwendung, aber wenn ich da völlig kopflos irgendwelchen Emails raushaue die gar nicht Hand und Fuß haben.
00:15:59: Und diese Situation noch chaotischer machen verschlimmern, der ja häufig den Stress im Außen.
00:16:03: Und dieses ruhig sein, die Situation überblicken können, überlegt zu handeln ist eigentlich das Fundament dafür dass wir langfristig nicht in den Stress kommen, dass die Dinge laufen.
00:16:16: Und ich glaube schon allein diese theoretische Erkenntnis, die hilft sehr und dann kann man das in so einer ganz kleinen Situation ausprobieren.
00:16:23: Also dass nächstes Mal in einem da alles förmlich überrollt am Schreibtisch, dass sich nicht sofort reagiere und mir sage jetzt zwei Minuten stelle ich mich wirklich ans Fenster und atme mal ganz gelassen ein- und ausfokussiere mich nur auf den Himmel und dann setze ich mich wieder hin und schaue mal welchen Unterschied es macht
00:16:45: Für mich übrigens auch ein ganz großer Gamechanger.
00:16:48: Manchmal entsteht ja so eine Lücke im Kalender, zum Beispiel bei einem Termin abgesagt wird spontan oder weil ich selber irgendwas umschiebe und was ich extrem für mich wirklich einen cooler Gamechangers war diese Lücke erstmal stehen zu lassen.
00:17:02: Weil wir tendieren oft dazu die sofort zu füllen.
00:17:04: Oh da kann ich ja dann das und das machen!
00:17:05: Oder dass es dann quasi so hyper effektiv, super effizient sein möchte und sofort aus dieser Zeit etwas machen will.
00:17:13: Ich inzwischen einfach ganz oft sage ich lass das erstmal so stehen, weil oft verschafft mir das dann halt die Zeit um vielleicht mal ganz kurz.
00:17:20: mich dann doch zehn Minuten länger mit einer Sache zu befassen.
00:17:23: Weil ich weiß, ich hab hinten raus die Flexibilität oder weil ich dann weiß auch jetzt kam mir doch noch spontan irgendwie Sachen rein voll.
00:17:28: gut Ich kann mich dem jetzt auch direkt widmen ohne dass sich heute Abend sonst das Gefühl gehabt hätte um achtzehn Uhr irgendwie der Hälfte ist liegen geblieben.
00:17:36: also Lücken im Kalender einfach mal stehen zu lassen Das ist was so schönes aber es ist wie ein Geschenk an sich selbst eigentlich
00:17:44: mega.
00:17:46: wir fühlen das so häufig mit so sinnlosen Dingen dass wir dann mit Social Media endlos rumquollen.
00:17:53: Und das ist auch eine wichtige Erkenntnis, weil diese Zeitarmut, dieses vermeintliche ich habe ja keine Zeit, die teufig auch daran, dass wir viel Zeit mit Belanglosigkeiten plämparen.
00:18:04: und auch da dürfen wir uns mal beobachten und mal schauen was passiert denn eigentlich wenn ich meinen Handy abends um acht Uhr bei Seite lege und mich wirklich mal auf das hier und jetzt fokussiere in Buch lese oder auch an so einer Lücke, die du gerade genannt hast Wenn ich da jetzt nicht sinnlos irgendwo surfe und kommentiere, und likee usw.
00:18:22: Sondern mich wirklich mal mit mir und jetzt befasse vielleicht kurz rausgehe und wieder
00:18:28: auftanke.".
00:18:29: Und hat nicht alles auch mit irgendwas Produktivem gefüllt sein muss?
00:18:34: Miriam Junge hatte hier einmal zu Gastit ja ganz schön gesagt.
00:18:38: Wasting time is not wasted Time.
00:18:41: Manchmal sich einfach der Zeit hinzugeben heißt noch lange nicht dass sie dann verschwendet ist.
00:18:48: Loszulassen heißt ja oft auch, dass man Unsicherheiten wieder bewusster aushalten will.
00:18:55: Und jetzt ist ja Kontrolle eigentlich der Versuch die Unsicherheit irgendwie weniger zu machen und wieder mehr Sicherheit reinzubringen.
00:19:04: Wie kann uns das gelingen?
00:19:07: Damit ich jetzt nicht irgendwie aus Reflex dann oder erst mal zum einen wie kann es uns gelingen?
00:19:14: und zum anderen Wie schaffen wir es, dass man nicht doch aus Reflex dann wieder in so ein Aktionismus rutschen oder einen Rückzug.
00:19:21: Also zum Beispiel du kriegst jetzt vielleicht ein kritisches Feedback von irgendeiner Person und du willst vielleicht eigentlich sofort antworten und dich rechtfertigen?
00:19:30: Oder du gehst in total den Rückzugsachs, ja okay ist mir alles egal, dann ignoriere ich diese Personen einfach weil du vielleicht eben nicht weißt, wie wirkt sich dieses Feedback auf unsere Arbeitsbeziehung aus und so persönliche Beziehungen.
00:19:43: Und diese Unsicherheit?
00:19:44: Wie kann man die einfach mal stehen lassen?
00:19:48: In den Beispielen, die du genannt hast hilft vor allen Dingen das Innerhalten dass ich nicht reflexhaft versuche das wegzuwischen sondern wirklich mal kurz überlege okay es geht mir gerade nicht gut mit diesem Feedback Das geht sehr nah.
00:20:00: was passiert hier eigentlich in mir?
00:20:01: Was sind das konkret für Gedanken Die da in mir aufkommen oder auch Gefühle?
00:20:07: Warum trifft mich das gerade so?
00:20:10: Und diese Gefühle, die verändern sich ja auch mit der Zeit und dass man ein bisschen beobachten, einordnen.
00:20:16: Und dann später handeln.
00:20:17: Gerade so Misserfolgs-Erlebnisse tun teilweise unheimlich weh weil sie an unserer Identität rühren, gerade wenn jemand anders uns sozial negatives Feedback gibt.
00:20:28: Aber eigentlich sind grade diese kleinen Painpoints am Alltag die Dinge wo wir unheimliche lernen können entweder über Menschen wie Konflikte zustande kommen, warum der andere vielleicht so reagiert hat oder auch misgeschicke Fehler.
00:20:44: Wie kam es eigentlich dazu dass ich mich nicht optimal verhalten habe?
00:20:47: Was kann ich daraus lernen?
00:20:48: fürs nächste mal und das ist im ersten Augenblick unheimlich schmerzvoll oder kann es sein hilft uns aber eigentlich enorm zu entwickeln.
00:21:00: Und dafür brauchen wir diese Pause, die bewusste Reflexion, dass wir auch bereit sind den Schmerz oder die Unsicherheit dieses Unwohlsein auszuhalten anstatt es direkt wegzuwischen und weiter in diesen Aktionismus zu gehen.
00:21:14: Das ist auch der Spüssel zur Unsicherkeit das erst mal spüren.
00:21:17: ich bin gerade unsicher und habe wahnsinnige Angst.
00:21:22: aber dennoch wie kann ich das denn aushalten?
00:21:25: Oder wie kann sich zu konfrontieren mit dem Gefühl.
00:21:32: Es war unheimlich wichtig, das auch erst mal so zu benennen.
00:21:35: Viele können ja gar nicht sagen ich bin jetzt... Ich fühle mich unsicher und deswegen tue ich das.
00:21:39: Die agieren eher reflexhaft.
00:21:41: Und wenn ich für mich klar habe, ich bin eigentlich gerade sehr unsicher oder ich merke gerade es macht mir eigentlich total Angst.
00:21:49: dann kann ich mir überlegen wie gehe ich genau dieser Angst um, was wäre zum Beispiel das Worst Case-Szenario.
00:21:55: Da merken wir meistens schnell dass das Worste Case-Senario sehr unrealistisch ist.
00:22:01: und im zweiten Fall selbst wenn es eintritt wie könnte ich denn dann immer noch handeln?
00:22:06: Und da bemerken wir dann häufig es gibt selbst dann noch Spielräume.
00:22:09: also dieses sich das schwarz malen unter diese Angst Das ist häufig sehr diffus Es ist auch nicht immer rational.
00:22:15: und wenn wir versuchen das so konkret zu packen Was beschäftigt mich da eigentlich so?
00:22:21: Und was könnte ich tun, wenn das eintritt?
00:22:23: Nimmt dem Ganzen diese Schwere und führt dazu, dass wir uns wieder handlungsfähiger fühlen.
00:22:28: Ja.
00:22:30: Ich habe gerade noch mal gedacht wie ist es mit so großen weltpolitischen Unsicherheiten?
00:22:35: am Ende muss man einfach sagen Wir haben gerade mit verschiedensten Kriegen zu tun.
00:22:39: Wir haben eine unsichere Weltlage wirtschaftlich.
00:22:42: Es ist schwierig von der Klimakrise immer ganz zu schweigen worauf wir eigentlich hinsteuern.
00:22:51: Es gibt ja einen Haufen von Gründen, warum es absolut legitim ist, dass wir uns unsicher fühlen.
00:23:01: Wie können wir dann mit so großen Unsicherheiten umgehen?
00:23:04: Weil das was du gerade erzählt hast, das assoziere ich persönlich sehr mit so kleinen Unsicherigkeiten im Alltag oder was ich jetzt in einer Beziehung mit einem gegenübererlebe Kolleginnen und Kollegen Partner warst auch immer.
00:23:15: aber bei so großen Weltpolitischen Themen kann, das glaube ich mal noch unkontrollierbarer sich anfühlen und auch noch einschüchternden da.
00:23:25: Hast du die Art, dass jemand damit umgehen kann?
00:23:28: Ja, die guckst daher zu den letzten Endes als einzelne uns machlos und unwächtig fühlen.
00:23:32: also dieses Gefühl des Ausgeliefertseins Das ist so kraftvoll Und Da hilft es erstmal sich mit anderen darüber auszutauschen Also wirklich darüber zu sprechen über diese Sorgen Die Ängste weil schon allein dieser Austausch Ich bin nicht allein damit.
00:23:47: Ich hab das mal in Worte gepackt, da ist jemand der mir zuhört, der das gemeinsam mit mir trägt hilft enorm.
00:23:53: Das wissen wir auch aus der Forschung dieses soziale Rückgrat.
00:23:57: Jetzt weiß ich dass A und O in Krisenzeiten, in unsicheren Zeiten.
00:24:01: Und zum zweiten ins Handeln kommen.
00:24:04: also ich kann als Einzelner jetzt nicht die Klimakrise stoppen aber ich kann mir schon überlegen wie kann ich mich denn engagieren?
00:24:12: Und selbst wenn es nur eine ganz kleine Sache ist, vor allem dafür stark mache, dass irgendwelche Informationen verbreitet werden oder dass man Dinge recycelt was auch immer dieses schon diese Kleinigkeit die signalisieren unserem Gehirn.
00:24:26: Ich kann etwas tun ich bin nicht vollkommen machtlos und das fühlt sich dann schon deutlich besser an.
00:24:32: Ja nachvollziehbar vor allen Dingen auf die kleinen Dinger sich konzentrieren die halt im aktuellen Wirkungsraum liegen.
00:24:39: ja Jetzt bist du ja auch vor allen Dingen Professorin für Persönlichkeitspsychologie.
00:24:44: Ich habe mich jetzt gefragt, gibt es bestimmte Persönlichkeiten die mehr dazu neigen kontrollieren zu wollen oder die vielleicht auch leichter loslassen können?
00:24:53: Vielleicht kannst du wenn es geht eine Typisierung machen.
00:24:56: tatsächlich
00:24:57: Ja, die gibt's tatsächlich.
00:24:59: Wenn wir mal bei den großen Persönheitsmerkmalen bleiben dann ist ein Faktor die emotionale Stabilität.
00:25:07: also Menschen die sehr Emotional stabil sind sind in der Regel Stress resistent, die bleiben auch in turbulenten Zeiten gelassen.
00:25:14: Wir waren einen fühlen Kopf und Menschen, die emotional instabiler sind, die tendieren eher zu Sorgen grübe Lein
00:25:22: Angst
00:25:23: depressiven Gefühlen usw.
00:25:25: Und die tun sich natürlich schwerer damit in einer Stress Situation dann gelassend zu agieren loszulassen und krallen sich da eher fest um die Situation wieder in den Griff zu bekommen.
00:25:35: dann spielen so Dinge wie Perfektionismus eine Rolle.
00:25:38: Menschen die sehr hohe Leistungsstandards haben für sich und für andere, die nehmen natürlich minimale Abweichungen schon stärker war.
00:25:45: Die tun sich auch schwerer damit Fehler zu integrieren und zu akzeptieren.
00:25:50: Und dieser Druck ich muss alles perfekt machen der führt häufig paradoxerweise dazu dass sie Dinge dann eher kippen und auseinanderlauten.
00:25:59: das sind so zwei wesentliche Merkmale.
00:26:03: Ja, voll gut auch noch mal zu wissen.
00:26:04: Weil ich glaube es ist ja immer eine Sache hey welcher Situation bin ich gerade?
00:26:08: aber auch auf was für eine Persönlichkeit fällt aus Ganze und wird dadurch vielleicht eben besonders verstärkt.
00:26:13: oder vielleicht habe ich natürlich auch einen besonderen Erbeck der mich schützt weil ich ihm vielleicht zum Beispiel eher emotional stabil da bin.
00:26:21: wunderbar.
00:26:22: Und ein weiterer ganz wichtiger Faktor ist die Ambiguitätstoleranz, etwas sperriges Wort meint aber wie gut kann ich denn mit mehr Deutlichkeit umgehen?
00:26:31: Es gibt Menschen, die haben ein ganz großes Bedürfnis nach Klarheit.
00:26:34: Die wollen wissen wie die Dinge sind und erwarten klare Antworten.
00:26:38: Und gerade das ist in einer so komplexen Unsicheren- und auch mehrdeutigen Welt natürlich selten möglich.
00:26:45: Es gibt krass komplexe Zusammenhänge.
00:26:48: Selbst Experten sind sich uneinig.
00:26:50: Niemand weiß, wie der Klimawandel sich nun weiterentwickeln wird usw.
00:26:55: Wenn ich jemand bin ... der eine geringe Ambiguitätstoleranz hat, also das schwere Aushälsch bin ich dann natürlich auch belasteter.
00:27:07: Gibt es irgendwie Wege wie man das rausfinden kann?
00:27:10: Wie ambiguitäzt tolerant man wirklich ist?
00:27:14: Also so klassische Tests oder Fragen die man sich da stellen kann zur Selbstbeordnung?
00:27:20: Da gibt's tatsächlich klassische Fragebögen mit denen man das ein bisschen spielen kann.
00:27:26: Ich kann mich aber auch im Alltag mal beobachten und schauen bei Situationen, die unklar sind oder auch offenen Situationen.
00:27:35: Wenn sich jetzt jemand vielleicht noch nicht festgelegt hat oder es ist noch offen ob man sich trifft oder einen Zusammenhang ist nicht deutlich wie schwer oder leicht fällt mir das denn das so stehen zu lassen ohne unbedingt eine eindeutige Antwort haben zu wollen?
00:27:52: Ja wenn wir jetzt mal annehmen dass dieses Loslassen, von dem du sprichst noch die kleinen Loslas-Experimente das die fruchten.
00:28:04: Woran würde ich das langfristig merken?
00:28:06: Was woran würde Ich spüren?
00:28:08: Ich bin da wirklich durch eine Transformation persönlich gegangen und ich habe mich dahin gehen weiterentwickelt
00:28:14: Vor allen Dingen an so einem Stärkerngefühl von innerer Stabilität Dass ich spüre, dass mich Turbulenzen im Alltag, die jetzt nicht so laufen wie ich mir das wünschen würde dass sie mich innerlich weniger aus dem Gleichgewicht bringen und ich trotzdem ruhig bleibe auch wenn da irgendwas aufgeploppt.
00:28:35: Und dass sich eine stärkere innere Flexibilität habe, also beweglich bleiben, dass ich vielleicht erst mal innehalte und überlege was mache ich denn in dieser Situation?
00:28:47: weil gerade wenn wir gestresst sind, sind wir in so einem reflexiven Modus.
00:28:51: Ich versuche da ganz reflexhaft die E-Mail zu beantworten um direkt das Problem zu lösen und... Wir reagieren dann häufig nur noch und jemand der gelassen ist, der es lernt loszulassen er hat wieder innere Kapazitäten um selbst zu gestalten dass ich zum Beispiel eine Idee habe und mir überlege wie könnte ich die denn jetzt in die Tat umsetzen und mir dafür auch ein Freiraum schaffe damit diese Idee wachsen darf?
00:29:14: Dass sich selber Aus eigeninitiative Dinge anstoße vielleicht jemandem eine e-mail schreibe.
00:29:19: hey wollen wir uns nicht mehr zusammensetzen.
00:29:21: ich habe dann.
00:29:21: Ein coolen gedanken und mich wird interessieren was du darüber denkst.
00:29:25: also diese gestaltungsräume, das eigene leben zu lenken auch wenn da viele äußere zwänge und einflüsse sind die mich vielleicht triggern könnten.
00:29:34: das ist so ein ganz gutes endeats und es häufig dann aus einer aufwärtsspirale weil wenn ich diese erfahrung mache Ich kann gestalten, auch wenn ich nicht alles steuern kann.
00:29:43: Dann wächst die eigene Selbstwirksamkeit.
00:29:47: Ja, ich habe das ganz oft, wenn ich merke dass sich Situationen mehr genießen kann und dass ich sie ganz anders auskosten kann.
00:29:55: also mal ein ganz finales Beispiel in eine Party organisiert Und wenn dann Gäste da sind es waren sehr viele Gäst Dann fragte ich, wo sind die Gläser?
00:30:06: Du bist eigentlich die ganze Zeit eingebunden.
00:30:10: Ich bin dann auch noch so ein Micro-Manager und versuche das alles zu managen und zu regeln und die Antworten zu finden und für alle da sein und die Tür zu öffnen.
00:30:17: Und dann habe ich irgendwann mal gesagt okay, ich nehme mich jetzt hier komplett raus.
00:30:22: Ich gehe einfach raus auf die Terrasse.
00:30:24: Ich setze mich in eine Ecke, wo ich fast eingeschlossen bin, weil so viele Personen um mich herum sind, dass es wirklich schwer ist darauszukommen.
00:30:30: Da müssen sie mich erst mal durchfedeln usw.. Und habe dann gemerkt, ach cool!
00:30:36: Jetzt wo ich hier mal wirklich mehr als eine Stunde sitze kann ich mich auf die Gespräche einlassen.
00:30:41: Da bin ich ganz am Hier und Hier jetzt sehr geniesig gerade diese Zeit hier total und bin nicht innen drin nur am Managen und irgendwie Menschen Antworten geben usw.
00:30:52: Das hat mir zum Beispiel voll geholfen das nochmal zu erkennen.
00:30:54: okay natürlich durch die vermeintliche Kontrolle durch das Micro-Management versuche ich eigentlich Genuss reinzubringen, damit ich weiß okay die sind alle bedient und jetzt kann ich mich genießen.
00:31:06: aber genau das Gegenteil ist der Fall.
00:31:07: Ich habe mich aktiv rausgenommen an eine Ecke wo ich auch nicht gut weg konnte Und dass hat mir am Ende mehr Genuss ermöglicht.
00:31:13: und die Dinge haben sich trotzdem von selber geregelt.
00:31:15: Die Menschen finden ihre Gläser irgendjemand anderes macht die Tür auf.
00:31:19: Das finde ich auch noch mal ein schönes Indiz, dass man eigentlich mehr spürt dadurch wenn man wirklich loslassen kann
00:31:26: Und das zeigt auch, wie sich das so entfaltet.
00:31:28: Also wenn deine Gäste merken, dass du als Gastgeberin irgendwie so eine Energie in der Gelassenheit ausstrahlst sind die ja auch gelassener, die fühlen sich wohler, die nehmen dich als kompetenter war und so weiter, als wenn du da die ganze Zeit völlig gestresst und aufgelöst durch die Gegend läufst und die Leute sich denken erinnert dir doch Gott!
00:31:44: Wie kann ich ihr erzählen?
00:31:45: Die Arme... also das sind häufig so Spiralen, Kaskaden, die sich ins Positive oder uns negative entwickeln können.
00:31:53: Was gibt dir persönlich denn Halt wenn du selber merkst, ob mir entgleitet hier gerade alles.
00:32:00: Was hilft dir?
00:32:01: Total so ein sozialer Rückhalt.
00:32:03: Also an den Tagen, wo ich das Gefühl habe, hier läuft grade alles aus dem Ruder ... Wenn es irgendwie möglich ist, treffe ich mich total gerne mit einer Freundin zum Abendessen, weil mich das erdert und ich dann auch häufig in dieser Situation merke Mensch so dramatisch wie sich das jetzt alles dargestellt und angefühlt hat, is' gar nicht!
00:32:24: Also dieses mit anderen zusammen sein und so wirklich herzhaft lachen zu können.
00:32:28: Es gibt Situationen, wo man sich wirklich schlapp lacht.
00:32:30: Und dieses Lachen ist so schön!
00:32:33: Das fühlt sich einfach an wie eine Leichtigkeit.
00:32:37: Dass eben nicht alles immer nur schwerst im Leben sondern die Dinge auch mit so einer Prisehumor und Gelassenheit häufig auch mal sehen kann.
00:32:48: Das ist doch ein ganz wunderbares Schlusswort.
00:32:51: Vielen, vielen Dank Eva.
00:32:52: Es war ganz heute hier zu Gast zu haben.
00:32:54: Danke schön!
00:32:55: Ich danke dir für das spannende und relevante Gespräch.
00:32:59: Danke dir!
00:33:02: Wundertüte Ja die Wundertütte gibt es heute zum letzten Mal und zwar weil ich einfach gemerkt habe zum einen hört ihr nicht so viel und zum anderen dass ich gerne mehr Zeit hätte für die eigentlichen Themen und deshalb wird's heute jetzt meine letzte Empfehlung geben an der Stelle.
00:33:19: Und zwar habe ich euch mitgebracht einen Fragenfächer, der ist ungefähr so groß wie ein Handy.
00:33:26: Es sind wirklich so wie ein Fächer kann man so aufklappen mit so mehreren Seiten.
00:33:30: Der heißt dreihundertdreihunddreißig Fragen für die lösungsorientierte Kommunikation bei Veränderungsprozessen.
00:33:36: Ein bisschen schwieriger Titel aber er ist von Lara de Bruyne.
00:33:41: Kann ich auch gerne verlinken aus dem Hochräferverlag entschieden erschienen?
00:33:46: Und es ist ein Fächer mit ganz vielen Fragen zum einen für Führungskräfte, aber auch für Coaches oder auch für TherapeutInnen oder PsychologInnen.
00:33:56: Alle Leute die mit Menschen in Veränderungsprozessen arbeiten.
00:33:59: im Grunde Und ich weiß, ihr habt schon ganz viel Fragetulz für mich bekommen.
00:34:03: Aber ich liebe sie auch alle einfach so sehr!
00:34:04: Deswegen will ich auch dieses hier nochmal nennen.
00:34:08: Ich schlage diesen Fächer manchmal auf um einfach neue Frageideen zu bekommen.
00:34:13: Früher hatte sich das gemacht mit Klientinnen und Klienten dann als ich Führungskraft war tatsächlich auch für Situationen die ich mit meinem Team hatte und zwar ist dieser Fäscher ganz schön aufgeteilt.
00:34:23: Da gibt es verschiedene Kategorien und Unterteilungen zum Beispiel... etwas um Problemdefinitionen zu machen.
00:34:33: Zum Beispiel ist da so eine Frage, wenn das Problem nicht vorhanden ist was ist dann anders?
00:34:41: Oder auch sehr schöne systemische Fragen wie erklären sich denn andere Menschen dass sie solange das weiter so gemacht haben, dass sie solange durchhalten können.
00:34:50: Dass die ihre Situationen solange so beibehalten haben?
00:34:54: oder auch zum Beispiel wenn eine Kategorie wie kann man mit schwierigen Situationen umgehen?
00:35:02: Dazu gibt es dann verschiedene Frageimpulse.
00:35:04: also ich finde das ganz schön weil man dadurch Inspiration bekommt.
00:35:09: wo in welche Richtung könnte ich mal noch fragen um ein Veränderungsprozess weiter zu unterstützen oder anzustoßen?
00:35:17: Hier ist zum Beispiel unter der Kategorie Motivationsstärken, sind zwei Fragen auf einer Skala von null bis zehn.
00:35:24: Wie motiviert sind sie denn ihre Ziele zu erreichen?
00:35:28: Und dann, wann waren sie denn zuletzt so motiviert?
00:35:31: Dass Sie eine Stufe höher auf der Skala standen.
00:35:34: Es gibt immer einen leichten Twist in den Fragen, denen ich ganz erfrischend finde und genau dafür habe ich es auch immer verwendet.
00:35:41: Wenn ich das geführte, ich brauche jetzt gerade mal einen anderen Input und da sind diese Frage Fächer wirklich super easy.
00:35:48: einfach anzuwenden passt einfach in jede Hand- und Handtasche wahrscheinlich auch.
00:35:53: Man muss man nicht lange in irgendeinem großen Buch rumblättern.
00:36:00: Damit sage ich vielen Dank und ein noch größeres Danke, wenn du mir eine Bewertung hinterlässt für diesen Podcast.
00:36:06: Du kannst dich auch immer gerne mit mir vernetzen auf Social Media, auf LinkedIn oder auf Instagram oder auf meiner Website evaelisa schneider.com vorbeischauen!
00:36:15: In diesem Sinne viel Dank fürs Zuhören und dass du heute Zeit in deine mentale Gesundheit und in das Loslassen investiert hast.
00:36:24: Ich bin Eva und sage Tschüss bis zum nächsten Mal.
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