Wenn Erfolg sich leer anfühlt: Wie du mehr Sinn & Zufriedenheit findest
Shownotes
Endlich dieses eine Ziel erreicht, und trotzdem bleibt die volle Euphorie aus? In dieser Folge gehen wir der Frage auf den Grund, warum Erfolg allein uns oft nicht zufrieden macht und wie du Sinnkrisen im Job überwindest. Ich stelle dir ein konkretes Framework vor, mit dem du deine Leidenschaft und Freude an dem was du tust wieder entdeckst und erkläre, was psychologisch dahinter steckt, wenn wir immer wieder Erfolgen und Zielen hinterherjagen, auch wenn sie uns im Kern nicht glücklich machen. Gemeinsam finden wir heraus, ob du deine Arbeit wirklich liebst oder eigentlich nur jahrelang nach Bestätigung von Außen suchst. Dafür gebe ich dir praktische Tipps an die Hand, wie du durch eine gezielte Analyse deines Lebens wieder echte Sinnhaftigkeit in deinen Alltag bringst, ohne dafür den Leben komplett umkrempeln zu müssen. Damit du wieder ein balanciertes, gesundes und zufriedenes Leben führen kannst, das sich gehaltvoll und glücklich anfühlt.
Erwähnt:
Folge Welcher Job passt wirklich zu mir? Mit Ragnhild Struss
Folge Zwischen Ehrgeiz und Erschöpfung: Gesund erfolgreich sein ohne auszubrennen
Mehr über mich:
Mein Buch “Mental health matters”
Wünsche & Feedback gerne per DM auf Instagram oder LinkedIn!
Transkript anzeigen
00:00:00: Jetzt sagst du vielleicht, Moment, aber ich liebe ja was ich tue.
00:00:04: Aber hier muss man wirklich mal sehr ehrlich unterscheiden ob Du diese Sache nur liebst weil Du jahrelang dafür Bestätigung bekommen hast, ne?
00:00:14: Weil Du dahin konditioniert wurdest oder ob Du sie wegen der Tätigkeit selbst an sich wirklich liebst.
00:00:22: Wir neigen nämlich dazu Dinge zu Lieben in Anführungszeichen, für die wir natürlich Lob und Anerkennung bekommen.
00:00:28: Das ist aber keine Liebe zur Sache sondern das ist eine Liebe zur Bestätigung.
00:00:37: Herzlich willkommen im Gesundheits-Arbeiten Podcast mit deiner Lieblingspsychologin für alle Themen rund um mentale Gesundheit im Job und im Alltag!
00:00:46: Ich bin Eva.
00:00:47: schön dass du wieder da bist und eingeschaltet hast Du hast diese Situation bestimmt schon mal gehabt, dass du endlich irgendeinen persönlichen Erfolg erlebt hast.
00:00:56: Den du vielleicht ganz lange vor dir hattest oder wo du immer von geträumt hast und dann bist du da angekommen?
00:01:02: Und das ist zwar schön und irgendwie nett!
00:01:05: Aber dein Gefühl in dem Moment ist nicht im Ansatz so groß, wie der Erfolg das jetzt vielleicht objektiv vermuten lassen würde oder wie andere von außen darauf reagieren.
00:01:16: Oder es kann auch sein dass du dir vielleicht dessen was du erreicht hast ganz bewusst bist und auch stolz darauf bist aber sich trotzdem manchmal diese leichte Lehre einen schleicht, weil die Welt sich ja dann irgendwie doch weiterdreht.
00:01:30: Und da kommt halt irgendwo in der nächste Tag und der nächste tag und dann verpufft oder verblasst eigentlich der Erfolg auch schon ganz schnell wieder.
00:01:37: Obwohl du vielleicht ganz viel von dem erreicht hast was du dir immer erträumt hast, was du immer wolltest?
00:01:42: Du hast vielleicht ein super Job eine Führungsrolle vielleicht sogar, du hast einen tollen Freundeskreis, du kannst selbstbestimmtes Leben führen, du hasst vielleicht sogar eine eigene Familie gegründet, kannst trotzdem Manchmal diese Momente geben, denen du so Gedanken verloren am Fenster.
00:01:58: Auf dem Balkonsitz oder auch ja Klassiker einer Yoga-Stunde und dich dann so fragst hey warum fühle ich mich eigentlich trotzdem nicht ganz zufrieden?
00:02:07: Ist da irgendwas falsch mit mir wenn ich mich irgendwie gar nicht so über meine Erfolge freuen kann weil eigentlich geht es mir doch gut und ich habe richtig was erreicht und trotzdem kommt das Gefühl nicht richtig bei mir an.
00:02:19: Und jetzt gibt's da ja so Kalenderspruch-Tipps, irgendwie man muss seine Erfolge einfach mehr feiern bla bla bla.
00:02:28: Das funktioniert aber eigentlich überhaupt nicht weil das heißt ja auch immer dass du trotzdem immer diesen einen Moment hinterher hechtest diesem Einerfolg wo du dann doch wieder feiern kannst.
00:02:36: und wenn ich jetzt auch mal auf meine eigene Lebensgeschichte zurückblicken.
00:02:40: Zum Beispiel mein Buchprojekt, mein Buchrelease.
00:02:42: Das war ganz toll!
00:02:43: Ganz wundervoll meinen Buch rauszubringen.
00:02:46: ich habe diesen Erfolg und diesen Schritt für mich auch ganz groß gefeiert Und trotzdem ist es ein paar Monate später dann einfach rum und das geht einfach weiter und dann kommt halt das nächste Projekt und... Für mich gesehen Ich schaffe ich das bis heute nicht.
00:03:02: Meine nur durch Erfolge feiern, durch diesen Kalenderspruch-Tipp meine persönliche Zufriedenheit zu erhöhen.
00:03:10: Dafür braucht es was anderes und ich habe mir da wirklich... sehr tiefe Gedanken für diese Folge drüber gemacht und wird auch deswegen in dieser Folge noch mal teilen, warum das meiner Meinung nach viel zu kurz gedacht ist.
00:03:20: Einmal nur zu sagen hey wir müssen es mir feiern um das bewusste wahrnehmen und auch teilen natürlich was wir stattdessen tun können um uns wirklich glücklicher und zufriedener mit dem zu fühlen was wir eigentlich alles schon haben.
00:03:34: Und erstmal um das hier ganz deutlich zu sagen, es ist ganz normal dass man sich manchmal diese Fragen stellt.
00:03:40: Warum kann ich mich überhaupt nicht über all das hier freuen?
00:03:42: Obwohl das nach außen hin alles super aussieht weil das eine Schutzfunktion unserer Psyche ist.
00:03:48: Das so ein bisschen wie der TÜV, der alle paar Jahre irgendwie mal fällig ist wo man mal vorbeigehen muss und einfach zu wissen kann ich so noch weiterfahren.
00:03:58: Also das ist kein Luxusproblem, sondern einfach ein ganz liebevoller Stupser deiner Psyche um mal einzuchecken.
00:04:06: wo stehe ich eigentlich gerade?
00:04:08: und jetzt denkst du vielleicht warte Mal wenn es hier heute darum geht wie kann ich Erfolg irgendwie vielleicht anders sehen?
00:04:15: Wie kann ich einen anderen Zugang dazu finden?
00:04:17: Warte mal!
00:04:18: Ich will ja trotzdem weiter ambitioniert sein und ich will meine Ziele weiter verfolgen.
00:04:22: Und ich will auch weitere Erfolge im Leben haben, das finde ich eigentlich auch ganz gut so!
00:04:26: Keine Sorge, ich werde dir nichts davon heute wegnehmen.
00:04:30: aller Schalt mal drei Gänge runter und eigentlich brauchst du ein komplettes Umstyling deines Lebens.
00:04:36: und soll jetzt ab jetzt nur noch in einem orangenen VW-Bus ein hippes Surferleben führen?
00:04:40: Nein!
00:04:42: Nichts davon wird passieren.
00:04:43: Deine Ziele, deine Erfolge bleiben weiterhin wichtig.
00:04:46: Aber was wahrscheinlich passiert ist auf dem Weg zu dem Heute hier und jetzt wo du heute stehst, ist das einfach die emotionalere Resonanz mit diesen Zielen, mit diesem Erfolgen, mit dem was du tust so ein bisschen verloren gegangen bist.
00:05:01: Und da schauen wir heute genauer hin wie du eben ganz viel von dem was eigentlich schon da ist nochmal neu betrachten kannst um dich erfüllter zu fühlen.
00:05:10: Was mir noch wichtig ist vorab zu sagen, was in dieser Folge nicht so stark thematisieren ist.
00:05:15: Wenn diese Unzufriedenheit oder dieses fehlende Sinn erleben daher kommt, dass man sich beruflich komplett neu orientieren möchte.
00:05:24: Falls das bei dir der Fall ist, dann empfehle ich dir die Folge welcher Job passt wirklich zu mir?
00:05:29: Mit Ragenhild Struss Ende letzten Jahres hatte ich sie aufgenommen.
00:05:32: Verlinke ich auch gerne und was ich hier auch nicht so stark thematisiere heute ist wenn jetzt diese Lehre davon kommt, dass du in einem totalen Überlastung steckst und im totalen Burnout steckts.
00:05:44: Dann würde ich dir die Folge zwischen Ehrgeiz und Erschöpfungen gesund erfolgreich sein ohne auszubrennen empfehlen.
00:05:51: das verlinke ich auch nochmal gerne.
00:05:54: Wenn dir diese Folge gefällt, lasst mir gerne eine Bewertung da und empfiehlt sie auch gerne an eine Person die das hier gerade hören muss.
00:06:01: Die dieses Thema gerade braucht.
00:06:02: Da bin ich dir sehr dankbar für davon, lebt dieser Podcast!
00:06:05: Und dann lass uns mal eintauchen.
00:06:08: Also ich glaube worauf wir uns hier einigen können ist dass wir alle hin und wieder ja mal den Wunsch haben endlich diese eine Sache zu erreichen oder diesen Meilenstein zu knacken oder diese eine.
00:06:21: Dann fühlen wir uns toll, dann wird alles besser.
00:06:24: Und das fühlt sich dann oft natürlich anders an als wir erwartet haben.
00:06:29: und da kommen psychologisch gesehen mehrere Aspekte zusammen.
00:06:32: Einerseits ist es erst mal die Illusion der Ankunft.
00:06:37: Das ist übrigens benannt nach Tal Ben Shaha.
00:06:40: Das is ein israelischer Professor in der positiven Psychologie sehr bekanntes.
00:06:45: Diese Ankunftsillusion ist quasi die Vorstellung einen bestimmten Punkt oder ein Ziel in der Zukunft irgendwie erreicht und uns das dann zufrieden macht.
00:06:55: Also wir projizieren sozusagen unsere Zufriedenheit auf diese eine Sache, natürlich hält das nur ganz kurz an also ganz klassisch wenn ich das erreiche dann wird es endlich ruhiger.
00:07:06: oder wenn das Projekt abgeschlossen ist Dann wird's endlich ruhig.
00:07:10: aber machen wir uns nichts vor Das ist in den allerwenigsten Fällen der Fall.
00:07:15: Und zum anderen kommt hier die sogenannte hedonistische Adaptation ins Spiel.
00:07:22: Bedeutet so viel wie?
00:07:24: Wir gewöhnen uns einfach sehr schnell an neue Lebensstandards, also wenn du jetzt zum Beispiel das neue Handy hast oder die neue Wohnung, das neue Gehalt ... Oder eben diesen einen Erfolg hast, dass es sich vielleicht eine besondere Sichtbarkeit irgendwo hat, dann ist das innerhalb von wenigen Tagen oder vielleicht auch wenigen Wochen quasi neue.
00:07:48: Der neue Standard, der neue Basic.
00:07:50: Die neue Nullinie.
00:07:51: Uns hat dann gar keine Besonderheit mehr.
00:07:53: also wir gewöhnen uns einfach sehr stark daran und kennt man bestimmt auch wenn man nochmal so vergleicht wie viel Geld man zum Beispiel früher ausgegeben hat für seinen Lebensstandard und wieviel Geld man heute ausgibt.
00:08:03: Man hat mehr zur Verfügung gibt aber auch mehr aus weil die Nulline sich eben sehr stark nach oben verschoben hat plus Was neben diesen beiden Aspekten der Ankunftsillusion und dieser hedonistischen Adaptationenspiel kommt, ist natürlich auch unsere Prägung.
00:08:18: Also unsere Ziele und das was wir vermeintlich glauben, was uns erfolgreich oder macht oder was besonders erstrebenswert gilt... von anderen Menschen oder gesellschaftlich quasi ausgeliehen?
00:08:33: Also es ist das, was wir vermeintlich glauben.
00:08:36: Was wir brauchen um uns dann wertvoll zu fühlen ganz klassisch zum Beispiel mit Status-Symbolen oder Anerkennung von Bezugspersonen von Eltern oder jetzt im Jobkontext von Führungskräften und... Das ist ja einfach sehr oft mit dieser Bestätigung, mit der Anerkennung verknüpft.
00:08:50: und solange wir diesen Fix bekommen.
00:08:52: So lange wir diese Anerkannung bekommen so lang das sichtbar ist nach außen dann fühlen wir uns gut.
00:08:57: aber wenn dahinter keine wirklich eigene Erfüllung steht von dem was man da tut dann sind es eben wie gesagt eher so ausgeliehende Ziele.
00:09:07: und das ist dann ein bisschen wie so einen Handy, was die ganze Zeit am Ladekabel hängt.
00:09:12: Das sind die Erfolge.
00:09:13: es ist quasi die ganze zeit permanent auf Hundert Prozent.
00:09:17: aber sobald man das Lade-Kabel wegzieht geht er sofort aus und dann fühlt es sich leer an weil wir so davon abhängig sind von dem was wir da gelernt haben.
00:09:26: wie wir geprägt wurden bedeutet einfach Du läufst da quasi in einem permanenten Erfolgs- und Meilenstein hamsterrat, das aber überhaupt nicht vorsieht dass du irgendwann ankommst.
00:09:39: Also das ist in dieser Gleichung einfach gar nicht vorhanden.
00:09:42: Und wenn dann auch dazu kommt, dass man sich vielleicht noch sehr über den eigenen Job definiert muss man sich also die Frage stellen was bleibt eigentlich noch übrig?
00:09:53: Wenn ich nicht arbeite?
00:09:54: Was bleibt ohne diese Visitenkarte übrig oder ohne all die Erfolge, die da irgendwo verzeichnet sind?
00:10:01: Übrigens fällt mir gerade ein an der Stelle.
00:10:03: Barack Obama sagt ja auch immer ganz schön gesagt nicht ich bin der ehemalige Präsident in der USA definiert sich nicht so stark über diesen Job sondern er sagt Ich bin Michelle Obamas Ehemann Ganz oft wenn er sich vorstellt also eine ganz andere Definition von dem wer er ist.
00:10:19: okay aber das nur am Rande klang mal zu.
00:10:23: Die Frage ist jetzt also, wie schaffen wir das unser Leben?
00:10:26: Unsere Erfolge so zu gestalten dass es uns wirklich langfristig erfüllt.
00:10:32: Ohne dass wir die Erfolger aus der Gleichung herausnehmen weil wir wollen ja weiter gerne die Erfolg erleben.
00:10:36: Es ist auch was Schönes im Leben.
00:10:37: Ich möchte überhaupt nicht weg nehmen aber wir brauchen eine andere Herangehensweise an das was wir einfach tagtäglich tun und was wir erreichen und wo wir hinarbeiten Und dazu finde ich das Ikigai-Framework total passend.
00:10:52: Ihr habt es bestimmt auch schon mal gehört, dass ist ein japanisches Konzept und bedeutet übersetzt so viel wie Es ist das wofür sich zu leben lohnt.
00:11:03: Und ich möchte das heute nicht als Tool zur Jobsuche nutzen, sondern mehr als ein Reflexionstool für den Statusquoten.
00:11:12: Ich finde, solche Frameworks sind immer hilfreich, um eine psychologische Einordnung zu treffen und auch Halt zu bekommen bei diesen sehr abstrakten Themen.
00:11:21: Iki Gai hat vier verschiedene Bereiche.
00:11:25: Diese Bereiche sind zum einen was man liebt, was man gut kann, was die Welt braucht ... und wofür man bezahlt wird.
00:11:34: Und daraus wird eine Schnittmenge gebildet, das ist quasi der Kompass für ein erfülltes
00:11:40: Leben.".
00:11:41: Durch das IkeGuy beschäftigt man sich sozusagen damit, wie kann ich beruflichen Erfolg mit meinen persönlichen Leidenschaften und dem auch tieferen Sinn in Einklang bringen.
00:11:51: Und diese vier Bereiche, ihr könnt euch das so ein bisschen vorstellen wie eine Blume mit vier Blättern die in der Mitte zusammen laufen.
00:11:57: oder wir können euch auch vier Kreise vorstellen.
00:12:00: Könnt ihr auch mal googeln gerne dann seht ihr nur Übersicht.
00:12:03: Die finde ich sehr hilfreich zur Orientierung und die stelle ich euch jetzt einmal vor Und ich werde euch auch immer für jeden der Bereiche so ein, zwei Reflexionsfragen stellen.
00:12:12: Damit ihr selber Antworten auf diese Bereiche ausformulieren könnt.
00:12:15: Ihr könnt also gerne im Kopf mitmachen oder die Folge immer mal wieder posieren wenn ihr das selbst verschriftlichen möchtet.
00:12:21: Ich empfehle euch sehr dass tatsächlich auch mal aufzumahlen und handschriftlich zu machen.
00:12:27: Der erste Bereich ist was du liebst Also deine Leidenschaft.
00:12:31: hier geht es um Dinge die Du tust weil sie dir Freude bereiten und nicht weil du sie tun.
00:12:38: Und das sind so Dinge, bei denen du oft die Zeit vergisst.
00:12:41: Also zum Beispiel was nicht unter Menschen sein, irgendwas bauen oder kreativ sein tüfteln.
00:12:47: Bei mir z.B.
00:12:47: Rätsel lösen.
00:12:48: liebe ich habe ja schon mal angesprochen in einer anderen Folge und was du dich hier mal fragen kannst um dem näher zu kommen ist was eigentlich immer wieder deine Aufmerksamkeit auf sich zieht oder wo du vielleicht auch im Internet oder Social Media typischerweise drauf hängen bleibst Und finde ich auch eine sehr schöne Frage.
00:13:06: Wofür die Menschen stehen, die dich inspirieren?
00:13:11: Das ist oft ein sehr guter Hinweis von dem.
00:13:13: da gibt es scheinbar ne Schnittmenge und da zieht dich etwas hin oder vielleicht auch welcher Teil von deinem Leben schon sehr lange brach liegt obwohl du eigentlich diesen Teil total liebst und dann vielleicht einfach über das Erwachsenenleben hinweg dass du ein bisschen verloren hast.
00:13:30: bei mir zum Beispiel ist das Musik.
00:13:32: Ich hab eigentlich früher ganz lange im Chor gesungen, hab es geliebt.
00:13:37: Und ich habe jetzt einfach ganz frisch angefangen, Klavier zu lernen.
00:13:41: Ich wollte das immer machen.
00:13:42: Das ist ein ewiger Jugend-Kindheitstraum von mir gewesen und jetzt mach' ich's einfach weil ich einfach nur das Spielen schön finde!
00:13:48: Ich kann das natürlich überhaupt nicht gut aber es ist etwas wo ich mich total drin verliere und was ich auch nicht mache um irgendwas zu erreichen.
00:13:55: Also dass ist dieser Bereich Leidenschaft – Was is das, was du liebst?
00:14:00: Dann gibt's den zweiten Bereich und das ist das, worin du gut bist.
00:14:04: Also da geht es ganz viel um Stärken, deine Talente, deine Fähigkeiten alles was dir leicht fällt auch wenn vielleicht das für andere schwer ist.
00:14:13: also zum Beispiel du kannst besonders gut zuhören, du kannst total gut organisieren Du bist handwerklich vielleicht total geschickt, du kannst vielleicht ganz toll analytisch oder visionär denken.
00:14:23: und und Und du kannst dich da mal fragen, nicht nur was fällt mir ein?
00:14:28: Welche Stärken habe ich?
00:14:29: Sondern auch bei welchen Themen fragen mich denn andere eigentlich um Unterstützung.
00:14:34: Oder was konntest Du als Kind richtig gut und wofür wurdest Du viel gelobt?
00:14:40: Das ist der zweite Bereich!
00:14:42: Der dritte Bereich ist, was die Welt braucht also quasi Dein Beitrag zur Gesellschaft und zur Welt.
00:14:48: Jetzt geht der Blick mehr nach außen, welchen positiven Einfluss kannst du nehmen auf deine Mitmenschen?
00:14:55: Auf die Gesellschaft.
00:14:55: Auf dein Umfeld gibt's vielleicht irgendeine Lücke, die du füllen kannst und das muss jetzt nicht gleich ein großes Engagement sein sondern es kann manchmal auch einfach kleine Dinge sein wie hier ich möchte gerne mein Wissen weitergeben oder ich möchte in meinem Fall einen Thema enttabuisieren und zugänglicher machen oder Ich möchte anderen Menschen helfen.
00:15:15: also wo kommst Du in Bezug mit anderen Menschen?
00:15:18: Und was du dich da mal fragen kannst, ist ob du bestimmte Probleme siehst in der Welt die du selber gerne angehen würdest und was genau es bräuchte dafür was du selber zu geben hast.
00:15:31: Muss man manchmal so ein bisschen drauf rumkauen?
00:15:34: aber da kommt das was du eigentlich gut kannst was du gerne machst dahin wo du wo das in dieser welt einen Beitrag leisten kann.
00:15:45: Und der vierte Bereich ist, wofür du selber bezahlt wirst.
00:15:49: Also quasi so ein bisschen ökonomisch gesagt den Marktwert.
00:15:53: Das ist das was dir deine Existenz, dein Auskommen sichert und dir natürlich auch einen gewissen Lebensstil ermöglicht.
00:15:58: Der dir vielleicht Freiheit, Sicherheit etc.
00:16:00: schenkt oder auch deiner Familie.
00:16:02: Und dass natürlich Klassiker wie dein Gehalt Wofür du vielleicht bezahlt wirst ist, dass du ein selbstgemachtes Handwerk verkaufst oder dass du einen Honorar bekommst für Beratung.
00:16:14: Für Coachings und Therapie.
00:16:16: Und da kannst du dich mal fragen wenn du dem noch nicht so nahe gekommen bist oder da sehr stark jetzt gerade an dem verhaftest wo du aktuell drinnen bist?
00:16:25: Wer hätte dein Interesse daran, dich mit deinen Fähigkeiten für deine Fähigkeit zu bezahlen?
00:16:31: Das macht vielleicht auch noch mal einen anderen Raum auf, der jetzt nicht nur das ist was du gerade machst sondern vielleicht gibt es auch etwas anderes wo du sagst oh vielleicht würden mich da Menschen sogar für bezahlen.
00:16:41: Lass diese Fragen mal sacken!
00:16:45: Ich habe selber ein Ikigai-Buch, wo ich genau zu diesen Fragen eben auch so Einträge gemacht habe.
00:16:52: Das gibt es leider nicht mehr.
00:16:53: das Buch – ich fand das aber total cool!
00:16:54: Das hieß «Ikigai oder das gute Leben».
00:16:57: Es ist von Franka Kohler.
00:16:58: Da kommt das leider nicht her.
00:17:00: Das muss so im Jahr zwei Tausend Achtzehnerungen gewesen sein und vielleicht kennt ihr das auch wenn man Jahre später fröhlich neugierig in so was reinliest, so Notizen von früher.
00:17:10: Aber es irgendwie auch ein bisschen cringe ist?
00:17:12: Ja genau das war bei mir auch gewesen und ich habe das gemachte Vorbereitung für diese Folge und es waren wirklich richtig spannende Parallelen zu heute dabei.
00:17:20: also zum Beispiel bei dieser Frage Bei welchen Themen bitten dich denn anderem Unterstützung?
00:17:25: Habe ich aufgeschrieben bei fachlichen Fragen Und oft ist es also etwas wo es um eine psychologische Einordnung oder um eine Wissensvermittlung geht und fand ich total interessant weil genau das mache ich ja jetzt hier eigentlich mit dem Podcast.
00:17:38: Das hat nur einfach ein anderes Gesicht bekommen, naja zurück zum Ikigai.
00:17:43: und was sagt uns das jetzt wenn du jetzt diese vier Bereiche mal für dich aufgeschrieben oder reflektiert hast?
00:17:49: Ich bin jetzt mal ganz mutig und wage zu behaupten dass viele der Menschen die hier zuhören nur einen halbes ikigai haben und sich deshalb auch öfter leer und unzufrieden fühlen weil oft deckt ein Job nämlich nur zwei oder maximal drei von diesen ikegai Bereichen ab.
00:18:10: Das sieht dann so aus, dass du zum Beispiel einen typischen Geldjob hast.
00:18:14: also du machst das wo du gut bist und wofür du bezahlt wirst.
00:18:19: aber eigentlich ist es dir vielleicht ein Stück weit egal.
00:18:22: oder du merkst auch die Welt braucht jetzt die zehnte Marketing Kampagne irgendein Plastikspielzeug irgendwie auch nicht wirklich.
00:18:29: Das ist ein bisschen Comfortable Cage Phänomen, also ein bequemer Käfig sozusagen.
00:18:35: Es fühlt sich erst mal komfortabel an und irgendwie auch gut weil es ja deine Stärken abdecke.
00:18:40: Du schon merkst ich werde dadurch auch angesprochen da kann ich schon noch wirksam sein.
00:18:45: aber vielleicht erlebst du dann trotzdem manchmal so eine gewisse Sinnlosigkeit Da fehlt einfach etwas.
00:18:52: Und das sind genau dieses halbe Ikigai, was da abgedeckt wird wo noch eine andere Seite fehlt.
00:18:57: Gibt auch andere Kombinationen aus diesem halben Ikigay zum Beispiel ganz klassische Ehrenamtfalle.
00:19:04: Du machst das was du liebst und das was die Welt braucht aber das Geld reicht vorne und hinten nicht.
00:19:10: Das kann natürlich dann so sehr prekären Arbeitsbedingungen fühlen oder auch zu sehr viel existenziellem Dauerstress oder auch andere kombinationen.
00:19:19: Du machst das, was du liebst und worin du auch richtig gut bist.
00:19:24: Also Mega-Kombo eigentlich!
00:19:26: Aber niemand ist bereit dich dafür zu bezahlen oder es gibt gar keinen Markt dafür und dann kannst du sich natürlich oft sehr isoliert oder unsicher fühlen und das führt am Ende dazu dass du dadurch ja nicht ein Lebensunterhalt bestreiten kannst.
00:19:40: Also zusammengefasst bei dem typischen Geldjob, wo wir unsere Kompetenzen einsetzen um dafür Geld zu bekommen halbes Iki-Gai haben.
00:19:49: Die meisten von uns haben eben überproportional viel davon von dieser Kompetenz und der Bezahlung in ihrem Iki Gai Und das ist der Grund warum wir uns öfter leer fühlen.
00:20:00: diese Lehre die ist das Loch Wo eigentlich auch noch die Leidenschaft und der eigene Beitrag zur Welt stehen sollte.
00:20:08: Aber diese Bereiche bleiben eben noch unbesetzt oder die sind einfach sehr unterrepräsentiert und es führt dazu, dass wir immer wieder in dieser Mühle sind und wir uns zwar wirksam fühlen und auch erfolgreich sind weil wir können ja unsere Stärken einsetzen tun das was wir gut können und wir werden ganz fleißig dafür mit Geld belohnt aber am Ende des Tages bleiben wird doch irgendwie uns zufrieden Und das hält uns in dieser Spirale gefangen, nur noch für die Ergebnisse zu arbeiten.
00:20:40: Also nur für die Erfolge, für das was am Ende da steht quasi auch immer wieder als eine Art Rückversicherung.
00:20:45: Na wenn ich das erreichen kann dann muss das jedoch richtig sein, was ich mache?
00:20:49: Wenn ich diesen Schritt schaffe, da muss sich ja eigentlich auf dem richtigen Weg sein weil dann kann ich ja meine Kompetenzen scheinbar einsetzen und irgendwie findet es auch ne Resonanz.
00:20:58: Was aber im Hintergrund schleichend passiert ist Die eine Säule, nämlich das was wir wirklich lieben total ersetzt haben durch einfach nur Effizienz.
00:21:08: und was bringt mir jetzt hier Geld?
00:21:09: Und die dritte Säume.
00:21:12: Nämlich das was die Welt eigentlich braucht in diesem ganzen Werdegang irgendwie untergegangen ist.
00:21:18: Deswegen fragte ich jetzt an dieser Stelle mal welcher Teil von deinem Iki-Gai vielleicht über die Jahre hinweg etwas kleiner geworden ist und meistens ist es wie gesagt dieser Teil, was du liebst in der Leidenschaft oder was die Welt braucht.
00:21:35: Und jetzt sagst du vielleicht, Moment mal aber ich liebe ja was ich tue!
00:21:39: Aber hier muss man wirklich mal sehr ehrlich unterscheiden ob Du diese Sache nur liebst weil Du jahrelang dafür Bestätigung bekommen hast ne?
00:21:49: Weil Du dahin konditioniert wurdest oder ob Du sie wegen Tätigkeit selbst an sich wirklich liebst.
00:21:58: Wir neigen nämlich dazu Dinge zu Lieben in Anführungszeichen, für die wir natürlich Lob und Anerkennung bekommen.
00:22:04: Das ist aber keine Liebe zur Sache sondern das ist eine Liebe zur Bestätigung Die ganze Freude, die du dann nämlich spürst dass du dich immer noch, oder diese Freude sich immer noch am Ergebnis orientiert.
00:22:17: Entweder es ist hier total gut gelungen für die Perfektionistinnen unter uns – im besten Fall ist das uns perfekt gelungen!
00:22:25: Oder eben und oder es wird von anderen gesehen und anerkannt.
00:22:28: also da geht es darum ich sehe das Ergebnis und das erst macht mich glücklich und das liebe ich.
00:22:34: das Ergebnis aber nicht unbedingt den Prozess.
00:22:36: so Jetzt die Frage, woran erkennen wir denn eigentlich den Unterschied?
00:22:39: Ob ich jetzt etwas mache weil ich wirklich das liebe oder weil ich einfach nur gut daran bin.
00:22:46: Oder ob es vielleicht auch eine Überlappung von beidem gibt.
00:22:48: Vielleicht mal ein Beispiel was ist wenn wir den Fokus haben auf das was wir nur gut können also ohne dass wir's vielleicht wirklich lieben.
00:22:58: Wenn wir sozusagen so einen Kompetenzfokus haben dann Kann sein, dass du vielleicht in einem Meeting oder einem Workshop sitzt und das Eins-Aar moderierst.
00:23:07: Und das Team total gut durch die Agenda führst, fühlst und du ja jeder danach dich total lobt für die gute Moderationen und die Souveränität aber trotzdem kann es sein, daß du innerlich so alle zehn Minuten auf die Uhr guckst und dich dann nach dem Termin total ausgelaut fühlste.
00:23:24: Dann zeigt das einfach sehr gut, dass Du das Moderieren nicht unbedingt liebst oder das Durchführen durch diesen Prozessor.
00:23:31: nicht unbedingt lieb, sondern du liebst das Gefühl die Kontrolle zu haben und Kompetenz zu wirken.
00:23:37: Das ist ein Unterschied!
00:23:38: Wenn Du aber etwas wirklich aus Leidenschaft, aus Liebe heraus machst dann würdest Du in so einer Situation wohnen, eine Gruppe moderierst darin total aufgehen dieser ganzen Dynamik.
00:23:49: selbst wenn dieses Meeting oder dieser Workshop total schwierig wird bist Du vielleicht weiterhin neugierig auf die Lösungen, wie das Ganze ausgeht.
00:23:58: Du vergisst vielleicht sogar die Zeit dabei.
00:24:00: Ganz typisch so ein Flow-Erlebnis sozusagen und du gehst am Ende vor allen Dingen mit mehr Energie raus als du vorher reingegangen bist.
00:24:08: Und das ist ein ganz großer Knackpunkt!
00:24:10: Wenn jetzt beides zusammenkommt also du hast Kompetenzen, die stärken und die Leidenschaft, die Liebe dahinter, beides zusammens.
00:24:19: Dann würde sich das so äußern dass du vielleicht nach der Arbeit jetzt erschöpft bist, also körperlich oder geistig.
00:24:27: Aber du fühlst dich trotzdem innerlich aufgeladen.
00:24:30: Es gibt dir ein Gefühl von Vitalität eigentlich und... Ganz wichtig, du würdest diese Sache auch tun selbst wenn du einen schlechten Tag hast oder wenn vielleicht auch unschöne Teile dabei sind.
00:24:43: Also wie zum Beispiel jetzt gerade mit dem Meeting und dem Konflikt.
00:24:45: Du würdest es trotzdem gerne machen trotz der unschönen Arbeiten die da drin vielleicht auch entstehen oder auch du würdest das auch machen wenn keiner zuschauen würde weil diese Tätigkeit selber für dich balsam für die Seele ist.
00:25:00: Das ist der entscheidende Punkt.
00:25:03: Wenn du manchmal das Gefühl hast, dass du trotz bester Erfolge und bester Leistung nicht ganz happy bist, dann hast du höchstwahrscheinlich die Liebe zum Tun an sich verloren!
00:25:16: Die Freude daran etwas nur zu tun um der Sache willen – nur um es einfach zu machen und nicht um irgendwo hinzukommen.
00:25:23: Es ist der Prozess dahin, der uns gefällt, der auflädt.
00:25:28: Freude, die lebt eben nicht von dem Endergebnis sondern nur vom Weg dahin.
00:25:33: schönes Bild dafür vielleicht, wenn du wanderst und nur ganz oben ankommen möchtest.
00:25:39: Nur den Gipfel eigentlich liebst, ne?
00:25:41: Dann leidest Du ja ninety-neunzig Prozent der Zeit eigentlich beim Aufstieg und nur für ein Prozent derzeit ganz oben bist Du kurz glücklich!
00:25:49: Und wenn Du aber das Wandern an sich liebst in Prozess dann sind hundert Prozent der zeit erfüllt und schön und die machen Dich zufrieden.
00:25:57: Ganz egal ob Du jetzt am Ende den Ghipfel erreichst oder nicht es geht um die Sache an sich.
00:26:02: Für mich zum Beispiel ist es, dass ich es liebe in Themen einzutauchen.
00:26:06: Ich bin ja Fokustyptaucher wie ihr schon in den letzten Folge gehört habt und es ist für mich wirklich ein richtig schönes Erlebnis klar wenn vielleicht so eine Podcast-Folge hier fertig ist und das Licht erwählt erblickt aber Was für mich noch viel schöner ist, ist das Ergründen der Themen dahinter.
00:26:23: Alles was ihr hier nicht hört, nicht seht – alles dieser ganze Weg bis diese eine Folge hier fertig ist.
00:26:29: und deswegen übrigens will ich das auch nicht an KI abgeben weil genau dieser Weg der Vorbereitung den liebe ich ja so.
00:26:36: Klar, ich könnte das an KI geben und würde es vielleicht alles ein bisschen zeiteffizienter machen.
00:26:41: Wille ich aber nicht!
00:26:41: Weil dann würde ich mir die Freude an meinem eigenen Tun selber wegnehmen kann man auch sicherlich manche Entscheidungen, die man im Leben trifft oder auch für die Arbeit trifft.
00:26:54: Was möchte ich bewusst selber machen?
00:26:55: Weil es mir an sich so viel Freude gibt – viel leichter treffen wenn man das im Hinterkopf hat!
00:27:01: Es geht also darum diesen Bereich wieder mehr zu stärken, diesen Leidenschaftsbereich und das, was die Welt braucht.
00:27:08: Das war der andere Iki-Gai Bereich, der typischerweise oft zu kurz kommt und was die Leidenschaft angeht diese Liebe zudem, was man tut muss man einfach lernen den Prozess von dem was man da macht dass man den wieder lieben lernt.
00:27:23: Es gibt ein ganz schönes Konzept von dem Philosophen Kiran Setia, ich hoffe, ich spreche das richtig aus, nämlich er sagt es gibt tälische und a-tälische Ziele.
00:27:34: Und der Gedanke dahinter ist, da's ein tälisches Ziel irgendwann abgeschlossen is'.
00:27:40: Also zum Beispiel eine Beförderung hast du dann und dann hast in Erfolg und dann ist abgeschlossen.
00:27:45: Dann kommt aber eben oft die Lehre Aktivität ist eben genau dieser fortlaufende Prozess, der einfach kein finales Ende oder einen Endergebnis hat.
00:27:59: Zum Beispiel so Dinge wie hey ich bin einfach eine herzliche Freundin oder ich mache Musik in meinem Beispiel ne?
00:28:04: Oder ich lerne das ist nie wirklich fertig und du kannst dir das ein bisschen so vorstellen.
00:28:12: Du oft diese Lehre erlebst, dass du vielleicht bisher so oft wie ein Projektmanagerin deines eigenen Lebens bist.
00:28:19: Aber alles war irgendwie mit einer gewissen Deadline versehen.
00:28:25: Aus allem wurde ein tälisches Ziel gemacht.
00:28:28: Diese eine Marker, diese einen Punkt, wann etwas erreicht oder fertig gilt.
00:28:34: Wenn du dich jetzt nur auf dieses Ziel fixierst dann ... fühlst du ja auch immer nur ganz kurz diese Belohnung, wenn du was erreicht hast.
00:28:41: Also eben zum Beispiel in Form von Anerkennung oder auch klassisch Social Media Likes oder sowas Oder Anerkendungen von deiner Führungskraft und damit machst du dich aber jedes mal emotional abhängig Von diesem Endergebnis.
00:28:55: Und wenn du aber lernst den Prozess wieder zu genießen dann regulierst Du auch dein Nervensystem ganz anders weil du diese Belohnungssignale und das Belohnungserleben ja schon während du etwas tust bekommst.
00:29:11: Und das senkt übrigens auch, wenn du dich ständig angespannt fühlst, senkt es auch so Anspannungen ganz stark, weil du die Sache an sich total magst und es dich auffüllt, weil's dir Energie gibt!
00:29:23: Wie kannst du jetzt da hinkommen?
00:29:25: Versuch mal, eine Achtzig-Zwanzig-Analyse zu machen.
00:29:28: Nein das ist nicht das Pareto-Prinzip es sein anderes Acht zigzwanzig und zwar dass du versuchst mal so zwanzig Prozent von den Aufgaben, den Dingen die Du machst in deinem Job oder jeden Tag, die dir richtig viel Energie geben also zum Beispiel Ja, so kreative Konzepte vielleicht machen oder in Teamcoaching oder was auch immer.
00:29:48: Und versuch damals zu gucken wie kannst du diese zwanzig Prozent, vielleicht systematisch steigern auf dreißig Prozent oder vierzig Prozent?
00:29:57: zum Beispiel indem du vielleicht nochmal anders priorisierst, indem Du vielleicht auch bestimmte Hintergrundprozesse optimierst oder Sachen abgibst oder bewusst auch einfach sein lässt?
00:30:09: Vielleicht auch mal ein anderes Beispiel dazu weil das jetzt vielleicht bisschen abstrakt... klingt.
00:30:12: Du kannst zum Beispiel mal, wenn du sagst ich liebe das eigentlich so, nämlich kreativ in was reinzuarbeiten, versuch mal bewusst, sechzig Minuten lang alles auszustellen und nur an einer Sache zu arbeiten oder bewusst vielleicht auch ein Meeting abzusagen.
00:30:28: Nur dafür dass du jetzt mal sechszehn Minuten an dieser einen Sache arbeiten kannst.
00:30:31: Das ist vielleicht schon mehr als die zwanzig Minuten, die du sonst am Tag dafür gehabt hättest.
00:30:37: Wenn du jetzt das Gefühl hast ach ich bin da irgendwie Ja, ein bisschen gefangen so in den bestehenden Strukturen und ich kann da jetzt nicht einfach so viel selbst bestimmen und das selbst ändern.
00:30:48: Da kannst du noch mal gucken wie kannst Du Sachen die dir vielleicht ein bisschen sinnlos vorkommen nochmal als eine andere Perspektive sehen?
00:30:56: Also zum Beispiel, wenn du jetzt ein sinnloses Reporting erstellen musst oder irgendwelche Dokumentationen machen musst.
00:31:02: Dann kannst du natürlich einerseits denken es ist total blöd und wofür mache ich das Ganze?
00:31:07: Du kannst aber diesen ganzen Prozess auch dafür nutzen dass du vielleicht eine neue KI-Funktion testest oder ein neues Programm testest.
00:31:15: Und dann ist das Ziel quasi nicht, dass dieser Report dieses Dokument fertig ist sondern das Lernen währenddessen weil du dich vielleicht gerne weiterentwickelt.
00:31:25: Also es gibt natürlich bestimmte Dinge, die muss man tun.
00:31:28: Aber in fast allem findet man irgendwie so einen Aspekt der einem den Perspektivwechsel ermöglicht auch wenn er ganz klein ist das ein bisschen wie so'n Gewürz Mit dem man die ganze Sache einfach so ein bisschen geschmackvoller macht, weil man sich es noch mal anders beleuchtet.
00:31:43: Was nehme ich daraus mit?
00:31:46: Und versuch wirklich in deinem Alltag immer wieder wegzudenken von diesem Ziel, vom Endergebnis und mehr hin zum Prozess des Toons.
00:31:56: also nicht so.
00:31:57: Ich will das und das erreichen und da unter ankommen möchte ich zum Beispiel das Gefühl haben, dass sich darin kreativ sein kann innerhalb dieser Rahmenbedingungen oder dass ich mich weiterentwickeln kann innerhalb dessen.
00:32:10: Oder dass es mich vielleicht auch angenehm fordert.
00:32:13: Übrigens, also diese Liebe zum Tun heißt nicht, dass alles immer Spaß machen muss.
00:32:19: Es heißt einfach nur, dass die Anstrengung, die vielleicht auch dahinter steht, Herausforderungen zu knacken für dich Sinn ergibt!
00:32:28: Das ist ein Why dahinter gibt einen.
00:32:30: Warum mache ich das Ganze?
00:32:32: Apropos warum und Sinn, das ist ja auch eine ganz schöne Überleitung dazu.
00:32:36: Wie können wir diese dritte Säule vom Ikigai also dass wir noch mal gucken wie kann ich dem Sinn verleihen, dass es auch was für die Welt bedeutet um diesen unter repräsentierten Teil im Ichigai nochmal zu stärken heißt jetzt nicht, dass du dich irgendwie plötzlich krass politisch engagieren muss oder so, sondern es geht mehr darum dass du ja Erfüllung und Sinn erleben in so kleinen Momenten erlebst.
00:33:04: Kann man so auch quasi mikrodosieren Microdosis of meaning.
00:33:10: also dich vielleicht zu fragen hey wo schaffe ich denn hiermit wirklich Impact?
00:33:15: Also zum Beispiel Ja, wenn du zum Beispiel irgendeine Strategie gerade konzipierst oder optimierst.
00:33:22: Dich vielleicht zur Frage hey wem hilft das hier wirklich spürbar?
00:33:25: Welcher Arbeitsplatz wird vielleicht dadurch gesichert?
00:33:28: Welche Kunde hat da durch ein besseres Kundenerlebnis oder weniger Stress?
00:33:34: Oder wem in meinem Team schenkt diese Sache eine neue Lernmöglichkeit?
00:33:39: Das was du da abstraktes machst oder abstrakte Zahlen versuchst mit Gesichtern und Geschichten zu verbinden.
00:33:48: Und auch etwas, was wirklich so gut ist um mehr Sinnhaftigkeit zu erleben, dass man sich als Mentorin oder als Mentore engagiert.
00:33:56: Dass wir dann wissen ganz bewusst mal teils mit jemandem anderes der vielleicht noch ganz am Anfang steht oder von deinem Wissen sehr profitieren kann.
00:34:04: Es gibt so tolle Plattformen dafür wo man sich als Mentorin oder Mentor melden kann.
00:34:09: Mentormie zum Beispiel, also unbezahlte Werbung an der Stelle ist eine ganz tolle Plattform habe ich auch schon mitgemacht sowohl als Mentoren als auch als Menti.
00:34:17: dieses Gefühl dass man da wirksam ist für die Entwicklung von einem anderen Menschen das es unbezahlbar und das bringt viel mehr Bedeutung in das was man eigentlich tun auch jetzt noch mal unabhängig von dem ganzen Iki-Gai und den Viersäulen.
00:34:34: Und was davon mehr und weniger Gewicht hat in deinem Leben vielleicht auch nochmal kurz ein bisschen rausgesummt, damit das alles überhaupt fruchten kann.
00:34:42: Braust du auch hin und wieder Ruhe?
00:34:46: Und musst dein Nervensystem manchmal auch mal wieder nach Hause holen.
00:34:49: Weil wenn du diese Daueranspannung in deinm Leben hast und eigentlich nur noch von A nach B nach C hechtest und alles einfach sehr stressig ist dann kannst du all das was ich gerade genannt habe, die Leidenschaft.
00:35:02: Die Liebe zum Tun oder auch den Sinn warum du Dinge machst und was dich wirklich antreibt kannst du dann nicht mehr so gut wahrnehmen.
00:35:14: Wenn wir unter Stress sind, dann werden ja vermeintlich relevante Aspekte einfach ausgeblendet.
00:35:20: Weil der Fokus geht nur noch auf die potenzielle Bedrohung.
00:35:24: Ich muss das jetzt schaffen um XY zu stellen, um dieses eine Projekt deadline gerecht fertigzukriegen und dieser Fokus natürlich schärft er uns.
00:35:34: aber der spart eben auch Energie in anderen Stellen und das heißt Wir sind überhaupt nicht offen dafür diese Aspechte des Lebens tatsächlich wahrzunehmen.
00:35:42: Das Nervensystem zu beruhigen heißt also am Ende auch, dass wir uns mehr spüren können.
00:35:48: Kannst einfach mal morgen um elf Uhr drauf achten.
00:35:51: Hast du gerade deine Schultern hochgezogen?
00:35:53: Pressest du vielleicht die Zunge gegen deinen Gaumen?
00:35:55: Hältst du vielleicht grad die Luft an während du eine E-Mail liest?
00:35:58: Eine E-mail-Appnoy nennt man das ja auch ganz gerne!
00:36:01: Ja, das alles ist Daueranspannung und wenn du das sehr viel spürst dann kannst du einfach schlechter sein Und wir sind nur auf Machen und Tun programmiert.
00:36:14: Auch da noch mal eine Versuch, also auch eine gewisse Grundlage zu schaffen damit du überhaupt die offenen Rezeptoren dafür hast.
00:36:23: Übrigens auch Erfolge feiern macht hin- und wieder wirklich Spaß aber eben vor allen Dingen dann wenn die Psychialkapazität dafür hat.
00:36:31: Also das Mal als Wort zum Sonntag macht es gerne weiterhin aber schaut dass die anderen Bereiche in eurem Leben auch ausgewogen sind.
00:36:40: Zum Abschluss, versuch mal diese Woche wirklich bewusst eine Sache in deinem Job oder einem Alltag wahrzunehmen, die du einfach nur tust um sie zu tun.
00:36:51: Wo es nicht um das Entziel geht und was du vielleicht auch nochmal machen kannst als Reflexionsfrage, was du wirklich tun würdest wenn niemand zuschauen würde?
00:37:02: Wenn du vielleicht morgen drei Millionen Euro auf dem Konto hättest und nie wieder für Geld arbeiten müsstest, welchen Teil von deinem aktuellen Job würdest du vielleicht beibehalten weil er dich lebendig fühlen lässt?
00:37:12: Vor allen Dingen dann wenn keiner zuschaut.
00:37:14: Ich habe zum Beispiel selber total oft das Bild von mir selber im Kopf irgendwann später im Leben dass ich ein bisschen bin wie so eine Kräuterhexe in weißen Leinenklarotten, die irgendwie durch ihren Garten geht und Kräutersammelt.
00:37:27: Und mit einer Gruppe von Menschen damit irgendwas gestaltet, sei es Kunst oder Kosmetik oder daraus Farben gewinnen oder so was.
00:37:36: Das hat trotzdem auch, obwohl das jetzt erst mal sehr weit entfernt sich vielleicht anhört von dem, was ich heute mache ... Es hat trotzdem einen Bezug zu heute!
00:37:43: Also da arbeite ich mich ja auch tief in etwas ein.
00:37:46: Ich kann mein Wissen mit Menschen teilen Vielleicht das Highlands, wie auch in der Psychologie als Therapeuten.
00:37:54: Dann gibt es durchaus Parallelen.
00:37:56: Schau mal was da vielleicht vor deinem inneren Auge so entsteht wenn du dir diese Fragen stellst.
00:38:01: Wenn ich nicht arbeite, welche Sache tue ich nur um sie zu tun?
00:38:05: Was würde ich weiterhin machen, wenn niemand zusieht?
00:38:09: und da würde mich wirklich sehr interessieren was bei euch für Bilder entstehen, für Visionen?
00:38:14: also wenn ihr Lust habt dann schreibt mir das gerne.
00:38:17: Ihr könnt Kontakt zu mir aufnehmen über Social Media, über LinkedIn oder über Instagram.
00:38:23: Oder auch gerne meine Website mal besuchen um zu schauen was ich sonst alles noch so mache.
00:38:27: und damit sage ich ganz lieben Dank fürs Zuhören!
00:38:30: Und dass du heute Zeit in deine mentale Gesundheit und auch in deinen IkiGai Investure-Test.
00:38:35: Ich bin Eva und sage tschüss bis zum nächsten Mal.
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